Verstehen statt nur zuhören

Wie verändert sich der Alltag, wenn bereits geringe Belastungen zu einer deutlichen Verschlechterung des Gesundheitszustands führen können? Warum können alltägliche Tätigkeiten Stunden oder Tage später zu einer Verschlechterung führen?
Im Mittelpunkt dieses interaktiven Workshops steht die Post-Exertionelle Malaise (PEM).

Kennzeichnend sind eine unverhältnismäßige Reaktion auf
  • körperliche
  • kognitive (das Denken und die geistige Verarbeitung betreffende)
  • orthostatische (das aufrechte Sitzen oder Stehen betreffende)
  • sensorische (die Sinnesreize betreffende) oder
  • emotionale Anforderungen
sowie eine beeinträchtigte Erholung.
In diesem Zusammenhang kann es unmittelbar oder zeitverzögert zu einer Verschlechterung von Symptomen sowie des Gesundheits- und Funktionszustands (Fähigkeit, alltägliche Tätigkeiten auszuführen) kommen. Eine ausgeprägte klinische Verschlechterung kann sich als sogenannter Crash (starke Verschlechterung des Zustands) manifestieren.


PEM zu verstehen ist eine wesentliche Voraussetzung, um Menschen mit ME/CFS angemessen zu begleiten, Überlastungen zu vermeiden und ihre individuellen Belastungsgrenzen zu respektieren.

Durch praxisnahe Übungen, die ausgewählte Aspekte von ME/CFS veranschaulichen, gemeinsame Reflexion und wissenschaftlich fundierte Inhalte erhalten Sie Einblicke in die Lebensrealität von Menschen mit ME/CFS. Sie entwickeln ein besseres Verständnis für die Auswirkungen der Erkrankung und erfahren, wie Sie Betroffene im privaten und beruflichen Alltag bedarfsgerecht unterstützen können.


Das erwartet Sie:
• Grundlagen zu ME/CFS und der zentralen Bedeutung der
Post-Exertionellen Malaise (PEM)
• Verständnis für die Auswirkungen von Fatigue, Brain Fog und Reizüberempfindlichkeit
• Einblick in die verzögerte Verschlechterung des Gesundheitszustands
und die beeinträchtigte Regeneration bei ME/CFS
• Die Bedeutung von Pacing zur Vermeidung von PEM-bedingten Verschlechterungen
• Praxisnahe Übungen zur Veranschaulichung ausgewählter Aspekte von ME/CFS
• Reflexion und Austausch
• Konkrete Hinweise für einen unterstützenden Umgang


Nach dem Workshop:

• kennen Sie die Grundlagen von ME/CFS.
•
verstehen Sie die zentrale Bedeutung der Post-Exertionellen Malaise (PEM).
•
erkennen Sie typische Herausforderungen im Alltag von Menschen mit ME/CFS.
•
wissen Sie, wie Sie Betroffene im Berufs- und Privatalltag besser begleiten und unterstützen können.
•
entwickeln Sie mehr Verständnis, Empathie und Handlungssicherheit im Umgang mit Menschen mit ME/CFS.


ZIELGRUPPE:

- Angehörige und nahestehende Personen von Menschen mit ME/CFS

- Rettungskräfte

- Auszubildende im Bereich Pflege sowie Pflegeausbildungseinrichtungen

- Sozialarbeiter:innen sowie Sozialausbildungseinrichtungen

- Psychologische Fachkräfte

- Arbeitsassistent:innen

- Persönliche Assistent:innen

- Soziale Organisationen

- Interessierte Personen

- Unternehmen im Gesundheitssektor


VORAUSSETZUNGEN:
Kein Vorwissen notwendig

IHRE TRAINERIN:
Ute Pacher

Lebens- und Sozialberaterin, systemische Coachin, Gesundheits- und Projektmanagerin



TERMIN | DAUER :
Donnerstag, 03.12.2026

3 Unterrichtseinheiten (UE) á 50 Minuten

ZEIT:
10:00 - 13:00 Uhr

IHR BARRIEREFREIER VERANSTALTUNGSORT
Inclusion Hub
Schönbrunnerstr. 43
1050 Wien

ABSCHLUSS:
Teilnahmebestätigung

KOSTEN:
110,- Euro
USt frei nach §6 Abs 1 Z 11 lit A UStG


INFOBLATT ZUM DOWNLOAD: 2026_12_03_Perspektivwechsel MECFS ? Symptome verstehen. Betroffene besser begleiten.pdf

©für Bild: Depositphotos